Pilotfabrik TU-Wien

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Pilotfabrik TU-Wien

Industrie 4.0 | Smart Factrory | Digitales Abbild | Generative Fertigung

Die Produktion industrieller Güter wird in Zukunft ganz anders funktionieren als bisher. In der Pilotfabrik der TU Wien wird erforscht, wie intelligente Produktion funktioniert.

Produkte zu fertigen ist heute mehr als bloß eine Maschine aufzustellen und auf den großen grünen Knopf zu drücken. Die industrielle Produktion wird immer komplizierter und vernetzter. In Zukunft wird man in der Produktion einzelne Arbeitsschritte nicht mehr getrennt voneinander betrachten können, alle Bereiche der Produktion werden informationstechnisch vernetzt und aufeinander abgestimmt. Die TU Wien setzt nun einen wichtigen Schritt in das neue Zeitalter der Produktion – in der Pilotfabrik der TU Wien wird erforscht und getestet, wie die Industrie von morgen aussehen soll

Das bringt viele Vorteile: Die Produktion wird schneller, billiger und energiesparender, außerdem wird es möglich sein, viel besser als bisher auf individuelle Kundenwünsche einzugehen. Individuell angepasste Produkte herzustellen ist viel schwieriger als ein einzelnes Massenprodukt zu fertigen. „Wenn man über lange Zeit große Stückzahlen eines immer gleichbleibenden Produktes herstellt, ist es relativ einfach, den Produktionsprozess zu optimieren“, sagt Prof. Detlef Gerhard, Dekan der Fakultät für Maschinenwesen und Betriebswissenschaften der TU Wien. „Das Ziel ist aber, dieselbe Effizienz auch bei flexiblerer, individualisierter Produktion erreichen zu können – und dafür braucht die Industrie ganz neue Strategien. Insbesondere benötigen wir ein durchgängiges digitales Abbild vom Produkt und dem Produktionssystem, um simulieren und optimieren zu können.“

Praxisnah experimentieren in der Pilotfabrik

Um solche neue Strategien für die Industrie entwickeln, testen und verbessern zu können, benötigt man ein realistisches Testumfeld – echte Maschinen, echte Produktionsketten, ein echtes Produkt. „In anderen Pilotfabriken hat man es manchmal mit Demonstrationsprodukten probiert, die eigentlich wertlos waren“, sagt Prof. Friedrich Bleicher vom Institut für Fertigungstechnik und Hochleistungslasertechnik der TU Wien. „Man kann versuchen, einen Produktionsprozess zu simulieren, indem man etwas montiert und am Ende wieder auseinandernimmt. Doch besonders praxisrelevante Erkenntnisse werden sich daraus nicht ergeben.“

In der Pilotfabrik an der TU Wien hingegen werden daher echte, verwendbare Produkte hergestellt. Man entschied sich für Bauteile von 3D-Druckern, weil es sich dabei um relativ komplexe Objekte handelt, die sich in einer Vielzahl von Varianten produzieren lassen. Die Produktion ist daher ausreichend herausfordernd um wissenschaftlich interessant zu sein. „Man kann schließlich auch ein Formel-1-Auto nicht verbessern, wenn man damit bloß am Parkplatz herumfährt“, meint Friedrich Bleicher.

Quelle: Pilotfabrik TU-Wien

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